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Die Trauerphasen

Fachpersonen zu Tod und Trauer beschreiben in ähnlicher Art und Weise die verschiedenen Phasen der Trauer. Das Durcheinander an Gefühlen ist eine ganz normale Erscheinung auf ein belastendes Erlebnis. Auch die Todesursache hat einen entscheidenden Einfluss auf die Art der Trauer-Verarbeitung.

#Tod und Trauer

3 Minuten

von Redaktion sichergsund.ch, 27.01.2023

kurz & bündig

  • 1

    Die Trauer läuft oft in 5 Phasen ab.

  • 2

    Die Zeit der heftigen Emotionen mündet in die Phase der Erschöpfung.

  • 3

    Gefühle des Verlustes werden durch kostbares Erinnern abgelöst.

Phase 1: Zeit des Leugnens

Als eine Art von Schockzustand wird diese erste Zeit erlebt. Menschen erzählen, dass sie nicht wirklich glauben konnten, was geschehen ist und häufig auch einfach weiter funktioniert haben. Manche sind erstaunt, dass sie (noch) nicht weinen müssen und sich eine Art Starrheit oder Gefühllosigkeit einstellt. Kinder wirken vielleicht unbeteiligt oder gar gleichgültig. Fachleute sprechen auch von einer Form von «Trauer-Verweigerung», denn wenn die Traurigkeit Platz einnimmt, muss eingestanden werden, dass die verstorbene Person wirklich tot ist.

Phase 2: Zeit der Gefühlsausbrüche

Menschen erleben diese Phase als seelische Achterbahn. Kinder sind in dieser Zeit den widersprüchlichsten Gefühlen besonders stark ausgeliefert, da sie ihr eigenes Verhalten nicht über den Verstand erfassen können. Nebst Wut und Verzweiflung zeigen sich oft Schuldgefühle, die gerade für Kinder besonders schwer zu ertragen sind. Diese können sich gegen die Aussenwelt oder gegen sich selbst richten, nicht alles Mögliche getan zu haben oder gegen Gott, dass er so etwas zugelassen hat. Unbewältigte Schuldgefühle können sich als Wut in Form von Schuldzuweisungen gegen aussen richten.

Phase 3: Zeit des Abschiednehmens

Während z.B. in Form von Erinnerungen, eines Besuches in der Aufbahrungshalle oder mit einem späteren Grabbesuch eine Verbindung mit der verstorbenen Person hergestellt wird, wird gleichzeitig erlebt, dass die verstorbene Person nicht mehr existiert. Dies kann Kindern helfen, die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren. Starke Gefühlsschwankungen prägen auch diese Phase und gehen oft mit scheinbar ziellosen Aktivitäten einher. Ruhelosigkeit und das Bedürfnis nach gemeinsamen Unternehmungen, wie Spielen, Ausflüge machen, etwas Besonderes erleben, gehören zu dieser Phase.

unsplash.com

Phase 4: Zeit der Erschöpfung

Der Sinn dieser Phase ist, die Aussenaktivitäten zu verringern und damit die eigenen Kräfte zu schonen und neue Energien zu tanken. Die Zeit der Erschöpfung und allfälliger körperlicher Symptome dient auch als Schutz vor neuen Anforderungen, die nach dem Verlust eines Menschen zu bewältigen sind. Kinder zeigen oft einen Rückfall in frühere Entwicklungsstufen (Regression), weil sie alle Kräfte zur Verarbeitung des Verlusts benötigen.

Phase 5: Zeit des Neubeginns

Die grosse Herausforderung liegt im Anerkennen der Endgültigkeit und des definitiven Getrenntseins von der verstorbenen Person. Kinder machen die neue und wertvolle Erfahrung, dass sie zwar einen Menschen verloren haben, doch die Erinnerungen an diese Person ihnen niemand wegnehmen kann. Innerhalb der Gemeinschaft gilt es jetzt, auch ohne die verstorbene Person neue Rollen und Beziehungen zu finden, was meist auch Machtansprüche und – damit verbunden – Konflikte entstehen lässt.

Weiterführende Informationen

  • Hilfetelefon Pro Juventute 147
  • Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft & Sexualität (Kindstod, Kindsverlust)

Ein gemeinsames Angebot des Gesundheitsdepartements, des Bildungsdepartements, des Departements des Innern sowie des Sicherheits- und Justizdepartements.

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