Was bewirken Friedensstifter auf dem Pausenplatz?
Mobbing als eine Gewaltform beginnt in der Schule oft unbemerkt von Lehrpersonen. Selbst in der Klasse bemerken es Schülerinnen und Schüler gar nicht oder nur in einem begrenzten Personenkreis. Wird Mobbing früh erkannt, müssen nicht zwingend Fachdienste beigezogen werden. Es kann sein, dass eine frühe niederschwellige Reaktion erfolgsversprechend ist. Verschiedene Projekte setzen dazu Friedensstifterinnen und Friedensstifter aus den eigenen Reihen ein: Schülerinnen und Schüler werden in Kursen professionell auf ihre Aufgabe vorbereitet. Es ist ganz wichtig, dass sie keine Partei ergreifen, sondern neutral vermitteln und Lösungsansätze aufzeigen.
Bekannt ist das Peacemaker-Projekt von National Coalition Building Institute Schweiz, kurz NCBI. Es wurde in der nationalen Kampagne «Jugend und Gewalt» vom Bund in Auftrag gegeben. Das nationale Präventionsprogramm wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. Peacemaker sind aber weiterhin aktiv und erfolgreich.
Das Schweizerische Rote Kreuz stärkt in seinem Angebot «Chili» die Kompetenzen von Kindern. Dabei werden Kinder konfliktfähiger, respektieren gegenseitig die Meinungen anderer und stärken die Schutzfaktoren der Kursteilnehmenden. Die Trainings werden massgeschneidert für Kinder, Jugendliche oder Fachpersonen aus dem Bildungsbereich angeboten. In Rollenspielen wird das Erlernte geübt und vertieft und in Theorie-Inputs weiter entwickelt. Rückmeldungen aus der ganzen Schweiz zeigen, wie erfolgreich der Ansatz ist. Die Verantwortlichen betonen, dass er eine präventive Wirkung hat.