Suchtmittelkonsum und Schule

Suchtmittel üben auf Jugendliche einen Reiz aus und werden mitunter zur Entspannung missbraucht. Die Schule als zentraler Ort für Kinder und Jugendliche leistet einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention, Früherkennung - Frühintervention.

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SRF-mySchool - Erklärvideos und Unterrichtseinheiten

Auf der Webseite von «SRF mySchool» finden Lehrpersonen in der Rubrik «Themen» viele Filme mit massgeschneidertem Unterrichtsmaterial in Form von Zusammenfassungen, Unterrichtseinheiten und Arbeitsvorschlägen - vertiefend, stufengerecht und kostenlos.

Es sind unter anderem Themen, die «sicher!gsund!» in seinen Themenheften darstellt. Zum Themenheft «Suchtmittelkonsum und Schule» finden sich interessante Filme, zum Beispiel die Sendereihe «Drogen - eine Weltgeschichte», die verschiedene Unterlagen umfasst. Die aufwändig aufbereiteten Filme motivieren die Zuschauerinnen und Zuschauer und schaffen eine wertvolle Ausgangslange für interessante, abwechslungsreiche Unterrichtsstunden. Damit die Filme laufen, ist keine zusätzliche Software notwendig. Auf der Webseite gibt es verschiedene Hilfestellungen, FAQ und eine Suchfunktion.

Tina und Toni Präventionsprogramm für Kinder von 4 und 6

Tina und Toni ist ein umfassendes Präventionsprogramm für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren. Es trägt mit seinen zwölf Geschichten und spielerischen Aktivitäten dazu bei, die psychosozialen Kompetenzen der Kinder zu entwickeln. Das Programm eignet sich für Betreuungsinstitutionen wie Mittagstische, Kindertagesstätten und andere, die Kinder dieser Altersgruppe aufnehmen.

Tina und Toni

Der kleine Unterschied - Gendersensible Suchtprävention mit Jugendlichen

Teenager sind in einer Phase des Umbruchs und dabei mit einer Vielzahl an Entwicklungsaufgaben konfrontiert. Dazu zählen, die eigene Geschlechtsidentität zu finden, sich mit vorherrschenden Rollenbildern auseinanderzusetzen, sich in Gruppen zu behaupten oder sich abzugrenzen. In dieser Lebensphase wird auch der Umgang mit Alkohol, anderen Substanzen und problematischen Verhaltensweisen ein Thema. Dabei beeinflussen die gängigen Männer- und Frauenbilder das Verhalten von Mädchen und Jungen. Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen heisst, Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern in der Prävention zu berücksichtigen. Hier setzen die Kurzfilme von Sucht Schweiz samt pädagogischem Material an.

Gender und Prävention 

Factsheet – Gefährlicher Mischkonsum

Medikamente gemischt mit Alkohol, Cannabis oder anderen Medikamenten und Drogen haben in der Schweiz in den vergangenen Monaten zu Todesfällen bei Jugendlichen geführt. Das Factsheet der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich informiert Lehrpersonen, Eltern und Jugendliche kurz und knapp über die Risiken und wie man sich schützen kann.

Factsheet

Medikamentenmissbrauch von Jugendlichen

Gemäss einer aktuellen Studie nimmt die Anzahl der Jugendlichen zu, die Medikamente missbrauchen. Der Risiken sind sie sich kaum bewusst. Die Folgen können fatal sein. Werden zum Beispiel Benzodiazepine und Opioide gemischt und mit Alkohol eingenommen, verstärkt und verändert sich die Wirkung. Es zu starker Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen Der Beitrag «Zugedröhnt, bis der Atem stockt» von Christa Wüthrich in «BILDUNG SCHWEIZ» 1/2021 (S.16-18) beleuchtet ausführlich die Situation in der Schweiz.

Bildung Schweiz 1/2021

Faktenblatt Synthetische Cannabinoide

Auf dem Schwarzmarkt werden vermehrt Cannabisprodukte verkauft, die mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurden. Für die Konsumierenden sind damit grosse Risiken über Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit bis zum Tod verbunden. Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben ein Faktenblatt zum Thema produziert und warnen vor den Risiken.

Faktenblatt

«Gras im Kopf»

Die im Film porträtierten Jugendlichen geben individuell und differenziert Auskunft zu ihren positiven wie negativen Erfahrungen mit Kiffen, wann sie zum ersten Mal konsumierten, ob sie es in der Gruppe oder alleine tun, wie sie das «High-Sein» erleben
Der Film eignet sich für den Einsatz in der Schule (9. Schuljahr) und die Jugendarbeit. Er will Jugendliche dazu anregen, das eigene Konsumverhalten oder jenes ihrer Freunde kritisch-konstruktiv zu reflektieren.

Information

Bestellung Box «Gras im Kopf» bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern (Preis Fr. 38.-)

«Platzspitzbaby» im Unterricht

Der Spielfilm über die Zürcher Drogenhölle, inspiriert von Michelle Halbheers Autobiografie «Platzspitzbaby», beleuchtet ein trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte. Neun Kurzfilme geben Anlass, sich mit Fragen rund um das Thema Drogen und Sucht zu beschäftigen. Interviews mit Zeitzeugen, Archivaufnahmen und Ausschnitte aus dem Spielfilm ermöglichen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Für die Sekundarstufen I und II steht zusätzlich das «Dossier für Schülerinnen und Schüler» zur Verfügung, ergänzt mit didaktischen Hinweisen

«Platzspitzbaby» im Unterricht auf SRF mySchool

«Platzspitzbaby» Unterrichtsmaterial und weitere Informationen zum Spielfilm

Hat Ihre Schule ein Suchtpräventionskonzept?

Ein wirkungsvolles Suchtpräventionskonzept definiert Regeln im Umgang mit Suchtmitteln an der Schule und an Schulanlässen und dokumentiert, wie das Thema in den Unterricht einfliessen kann. Es beschreibt Vorgehen und Verantwortlichkeiten zur Früherkennung und Frühintervention bei Verhaltensauffälligkeiten von Schülerinnen und Schülern. Weiter definiert es die Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten, mit Fachpersonen der Schule und im nahen Umfeld der Schule sowie externen Fach- und Beratungsstellen und Behörden. 

Das Kapitel 3 (S.19ff) im Themenheft «Suchtmittelkonsum und Schule» beschreibt die Inhalte eines Gesamtkonzeptes Prävention. 

Die Zusammenstellung «Wirkung dank Gesamtkonzept» stellt die vier Bausteine eines Suchtpräventionskonzeptes für die Schule vor und listet Angebote und Hilfsmittel auf.

Früherkennung und Frühintervention – Arbeitshilfen von ZEPRA

STEP by STEP - ein bewährtes Früherkennungsprogramm - beschreibt, wie eine Schule mit Krisen und schwierigen Situationen umgehen kann. Das Programm vermittelt Schulleitungen und Lehrpersonen Orientierung im Umgang mit Krisen, mit schwierigen Situationen, mit Verhaltensauffälligkeiten und Problemverhalten. Wenn nämlich vordefiniert ist, wie im Falle von Suchtmittelkonsum vorgegangen wird, wer in Krisensituationen wofür zuständig ist, ist es möglich, die nötige Ruhe zu bewahren und gleichzeitig flexibel zu reagieren und gezielt Hilfe und Unterstützung zu leisten.

STEP by  STEP Handbuch

STEP by  STEP Leitfaden

Freelance – wirksames Suchtpräventionsprogramm!

Freelance ist ein Suchtpräventionsprogramm für die Oberstufe mit flexibel einsetzbaren Unterrichtseinheiten zu den Themen Tabak, Alkohol, Cannabis und Digitale Medien . Sämtliche Unterrichtsmodule basieren auf aktuellen pädagogisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind kompetenzorientiert aufgebaut, was den Einsatz gemäss dem Lehrplan Volksschule begünstigt. Die Unterrichtseinheiten lassen sich fächerübergreifend umsetzen und eignen sich auch für Projekttage oder Projektwochen.

Jugendstrafverfahren – kurz erklärt

Jugendliche werden im Alter von 10 Jahren strafmündig und sind bis zur Volljährigkeit dem Jugendstrafgesetz unterstellt. Das Jugendstrafgesetz sieht vor, dass Jugendliche, die strafbare Handlungen begangen haben, mit geeigneten Massnahmen gelenkt werden und den Lebensweg ohne Delinquenz finden. Dabei können Lehrpersonen oder andere Fachpersonen beratend mitwirken und zur Findung von geeigneten Massnahmen beitragen. Beratende Fachpersonen unterstehen einer Schweigepflicht. Bussen oder ein Freiheitsentzug sind bei schweren Straftaten möglich. Strafeinträge aus Jugendsünden im  Bereich von Übertretungen, werden mit Erreichen der Volljährigkeit unsichtbar gemacht und tauchen in keinem Leumundsbericht auf.

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Strafbare Handlungen, die Jugendliche begangen haben, werden meist durch die Polizei festgestellt oder dort angezeigt. Die Polizei nimmt erste Ermittlungen auf und spricht das weitere Vorgehen mit der Jugendanwaltschaft ab. Werden Jugendliche befragt, haben sie Recht auf eine Begleitung durch die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Die Jugendanwaltschaft verfügt Zwangsmassnahmen wie Festnahme, Hausdurchsuchung oder Beschlagnahmung.

Jugendliche Opfer haben je nach der Schwere der Straftat, die gegen sie verübt wurde, Recht auf Opferhilfe und geeignete Begleitung. Dies können Eltern oder Fachpersonen sein.

Kreisschreiben zur Prävention in der Volksschule

Das Kreisschreiben «Prävention in der Volksschule» definiert Prävention als kollektiven Auftrag von Lehrpersonen, Schulhausteam und Schulleitung. Es stellt die Grundsätze für die Präventionsarbeit im Schulkontext als Querschnittsaufgabe vor, beschreibt Unterstützungsmöglichkeiten und enthält spezifische Informationen zu ausgewählten Präventionsthemen, so auch zu Suchtprävention.
Das Kreisschreiben  ist seit 1. März 2019 in Vollzug und ersetzt die bisherigen Kreisschreiben zu Suchtprävention in der Volksschule, zur Sexualpädagogik und zur Gewaltprävention.

Kreisschreiben «Prävention in der Volksschule»

Handlungsmöglichkeiten und Empfehlungen

Im Zusammenhang mit Suchtmittelkonsum und -handel in und im Umfeld der Schule sind Lehrpersonen und Schulleitung immer wieder unsicher. Dabei auftauchende Fragen werden hier aufgegriffen, Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben.
«Handlungsmöglichkeiten»

(Sucht)-Präventionskonzept Best Practice Schulen

Schulen sind aufgefordert, ein Präventionskonzept als kollektiven Auftrag von Lehrpersonen, Schulhausteam und Schulleitung zu erstellen und umzusetzen. Die St.Galler Volksschulen setzen sie um und passen sie immer wieder den sich verändernden Gegebenheiten an. Die Oberstufe Sonnenhof, Wil, die Oberstufe Uznach und die Schule St.Margrethen stehen für Good Practice Schulen, die je ein an ihre Schulsituation angepasstes Konzept umsetzen.
«Good Practice Schulen»

Schulhausdealer – harte Strafandrohung

Cannabis Joint
Quelle: Kapo SG 2016

Das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) sieht in Art. 19 Strafen bis zu drei Jahren für jene vor, die Betäubungsmittel anbauen, herstellen, handeln, lagern, versenden, befördern oder für jemanden beschaffen. Wer in unmittelbarer Nähe von Ausbildungsstätten von Jugendlichen oder in ihrer nahen Umgebung gewerbsmässig handelt, wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft.

Betäubungsmittelgesetz (BetmG)

Drogen - Nein Danke!

Informationen über Risiken und rechtliche Grundlagen zu Alkohol und anderen Drogen für Eltern und Erziehungsberechtigte aus polizeilicher Sicht finden sich in der Broschüre «Drogen - Nein Danke!», die von der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) herausgegeben wird.