Suchtmittelkonsum und Schule

Suchtmittel üben auf Jugendliche einen Reiz aus und werden mitunter zur Entspannung missbraucht. Die Schule als zentraler Ort für Kinder und Jugendliche leistet einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention, Früherkennung - Frühintervention.

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Leiterspiele zu Suchtmitteln

Mit dem Leiterspiel von «feel-ok» können Jugendliche spielerisch ihr Wissen zu den Suchtthemen «Alkohol», «Rauchen» und «Cannabis» testen und vertiefen.  

Leiterspiel Alkohol

Leiterspiel Rauchen

Leiterspiel Cannabis

Informationsbroschüren Alkohol, Tabak, Cannabis für Eltern und andere Erziehende

Das Amt für Gesundheitsvorsorge / ZEPRA bietet Bezugs-personen von Kindern und Jugendlichen Handlungs-empfehlungen im Rahmen von drei Broschüren zu den Themen Alkohol, Tabak & Co. sowie Cannabis an. Die enthaltenen Informationen und Tipps für den Alltag leisten einen Beitrag, damit Kinder und Jugendliche lernen, Risiken besser einzuschätzen und Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Die Broschüren können kostenlos bestellt werden, stehen aber auch als Download zur Verfügung.  

Bestellmöglichkeit oder Download

Wirksame schulische Suchtprävention

Suchtprävention in der Schule ist besonders wirksam, wenn sie auf der Basis einer guten Schulkultur, eingebettet in die Schulent-wicklung und in mehreren Handlungsfeldern stattfindet. Das Modell zur schulischen Sucht-prävention der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich zeigt verschiedene Handlungsfelder auf. Mit konkreten Hinweisen regt das Modell zur Umsetzung und Verankerung der Suchtprävention im Schulalltag an.  

Modell schulische Suchtprävention

Drogen – Dope or Nope

Joana Mauch nimmt in der SRF school Reihe Drogen – Dope or Nope die Zuschauenden mit auf eine Erfahrungsreise über Drogen, die bei Jugendlichen ein Thema sind. Sie spricht mit Konsumierenden und Ex-Konsumierenden, um Informationen über ihre Motivation, die Wirkung der Drogen und ihre Erfahrungen zu sammeln. Sie ordnet die Erlebnisse ein und spricht mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich Suchtmittel.

Vorsicht im Umgang mit Lachgas

Der Konsum von Lachgas hat in letzter Zeit zu einzelnen Vorfällen geführt, und die Thematik stiess auch in den Medien auf vermehrtes Interesse. Die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich hat die wichtigsten Fakten und Empfehlungen zum Umgang mit dieser Substanz deshalb in einem neuen Factsheet zusammengetragen.

Download Factsheet

Erklärbilder zum Thema Glücksspiel

Um Aspekte des Glücksspiels ohne Text zu erklären, hat Spielen ohne Sucht Erklärbilder zu vier Aspekten entwickelt. Die Bilder sollen Lehrpersonen und anderen Fachpersonen bei Präsentationen, in Gesprächen, in Posts oder bei weiteren Anwendungen zur visuellen Ergänzung von Informationen dienen. Sie stehen in verschiedenen Formaten zum Download bereit und beinhalten Begleitdokumente mit Erläuterungen.

Download Unterlagen

Tabakprävention an Schulen

Das Dossier «Tabakprävention an Schulen» der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs (ZFPS) umfasst in knapper, übersichtlicher Form eine Sammlung relevanter Materialien für die Verwendung im Unterricht inkl. Online-Filmmaterial sowie verschiedene Rauchstopp-Angebote. Auch wenn die Angebote der ZFPS nur für Schulen im Kanton Zürich sind, gibt das Dossier einen Überblick, um im Unterricht Tabakprävention zu thematisieren.

Dossier «Tabakprävention an Schulen»

Glücksspielsucht als Unterrichtsthema

Glücksspiele sind omnipräsent. An diversen Verkaufsstellen findet man Lose, in Casinos stehen den Besucherinnen und Besuchern Geldspielautomaten und klassische Casino-spiele zur Verfügung. Die Angebote im Internet sind noch zahlreicher. Nicht für alle Menschen bleibt das Glücksspiel ein unproblematischer Zeitvertreib. Der Dokumentarfilm (14:26 Min.) über einen Betroffenen ist Ausgangspunkt für zwei Lektionen zum Thema. Sie wurden von SOS-Spielsucht für den Unterricht ab Oberstufe (inkl. Arbeitsblätter) entwickelt.

Leitfaden: «Medikamente – mit Jugendlichen darüber sprechen»

Jugendliche, die auf der Suche nach neuen Erfahrungen sind, können auch auf den Gedanken kommen, mit bestimmten Medikamenten zu experimentieren. In den vergangenen Jahren haben in der Schweiz mehrere Jugendliche deswegen das Leben verloren. Medikamente sind nicht harmlos. Es ist wichtig, dass Eltern wissen, welche Risiken Medikamente bergen, und wie sie mit ihren jugendlichen Kindern darüber sprechen können. Um Eltern in ihrer Rolle zu unterstützen hat Sucht Schweiz einen neuen Leitfaden herausgegeben: «Medikamente – mit Jugendlichen darüber sprechen». Er bietet Informationen zum missbräuchlichen Konsum von Medikamenten bei Jugendlichen. Eltern erhalten Tipps, wie sie Probleme verhindern können und wie sie reagieren können, wenn sie merken, dass ihr Kind Risiken eingeht.

Leitfaden

SRF-mySchool - Erklärvideos und Unterrichtseinheiten

Auf der Webseite von «SRF mySchool» finden Lehrpersonen in der Rubrik «Themen» viele Filme mit massgeschneidertem Unterrichtsmaterial in Form von Zusammenfassungen, Unterrichtseinheiten und Arbeitsvorschlägen - vertiefend, stufengerecht und kostenlos.

Es sind unter anderem Themen, die «sicher!gsund!» in seinen Themenheften darstellt. Zum Themenheft «Suchtmittelkonsum und Schule» finden sich interessante Filme, zum Beispiel die Sendereihe «Drogen - eine Weltgeschichte», die verschiedene Unterlagen umfasst. Die aufwändig aufbereiteten Filme motivieren die Zuschauerinnen und Zuschauer und schaffen eine wertvolle Ausgangslange für interessante, abwechslungsreiche Unterrichtsstunden. Damit die Filme laufen, ist keine zusätzliche Software notwendig. Auf der Webseite gibt es verschiedene Hilfestellungen, FAQ und eine Suchfunktion.

Schnupf-und Kautabak: Faktenblatt und Quiz

Obwohl mit dem Tabakkonsum erhebliche Gesundheitsrisiken einhergehen und das Anpreisen der Tabakwaren zum (Erst-)Konsum verführt, darf die Tabakindustrie weitgehend unbeschränkt werben. Mit dem Online-Quiz von Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern lässt sich das Wissen rund um Schnupf-und Kautabak testen und auffrischen. Das Faktenblatt von Sucht Schweiz enthält ergänzende Informationen, um die Werbung kritisch beurteilen zu können.

Faktenblatt
Quiz

Tabak - Gift für Mensch und Natur

Unfairtobacco bietet auf seiner Plattform Lehrpersonen Materialien zum Thema Tabakkonsum und Umweltbelastung an. Wichtige Fragen, auf welche die Unterlagen Antworten geben, sind: Wieso soll Tabak der Umwelt schaden? Wie schädlich ist Tabak für die Wälder und wer arbeitet auf den Tabakfeldern? Wie verhält sich die Tabakindustrie? Die digitalen Diashows sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet. Es lässt sich zwischen verschiedenen Schwerpunkten wählen. Die Materialien sind auch in der ausserschulischen Bildungsarbeit einsetzbar.

Unterlagen für Lehrpersonen
Unterlagen für Kinder und Jugendlich

Tina und Toni Präventionsprogramm für Kinder von 4 und 6

Tina und Toni ist ein umfassendes Präventionsprogramm für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren. Es trägt mit seinen zwölf Geschichten und spielerischen Aktivitäten dazu bei, die psychosozialen Kompetenzen der Kinder zu entwickeln. Das Programm eignet sich für Betreuungsinstitutionen wie Mittagstische, Kindertagesstätten und andere, die Kinder dieser Altersgruppe aufnehmen.

Tina und Toni

Der kleine Unterschied - Gendersensible Suchtprävention mit Jugendlichen

Teenager sind in einer Phase des Umbruchs und dabei mit einer Vielzahl an Entwicklungsaufgaben konfrontiert. Dazu zählen, die eigene Geschlechtsidentität zu finden, sich mit vorherrschenden Rollenbildern auseinanderzusetzen, sich in Gruppen zu behaupten oder sich abzugrenzen. In dieser Lebensphase wird auch der Umgang mit Alkohol, anderen Substanzen und problematischen Verhaltensweisen ein Thema. Dabei beeinflussen die gängigen Männer- und Frauenbilder das Verhalten von Mädchen und Jungen. Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen heisst, Verschiedenheiten zwischen den Geschlechtern in der Prävention zu berücksichtigen. Hier setzen die Kurzfilme von Sucht Schweiz samt pädagogischem Material an.

Gender und Prävention 

Factsheet – Gefährlicher Mischkonsum

Medikamente gemischt mit Alkohol, Cannabis oder anderen Medikamenten und Drogen haben in der Schweiz in den vergangenen Monaten zu Todesfällen bei Jugendlichen geführt. Das Factsheet der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich informiert Lehrpersonen, Eltern und Jugendliche kurz und knapp über die Risiken und wie man sich schützen kann.

Factsheet

Medikamentenmissbrauch von Jugendlichen

Gemäss einer aktuellen Studie nimmt die Anzahl der Jugendlichen zu, die Medikamente missbrauchen. Der Risiken sind sie sich kaum bewusst. Die Folgen können fatal sein. Werden zum Beispiel Benzodiazepine und Opioide gemischt und mit Alkohol eingenommen, verstärkt und verändert sich die Wirkung. Es zu starker Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen Der Beitrag «Zugedröhnt, bis der Atem stockt» von Christa Wüthrich in «BILDUNG SCHWEIZ» 1/2021 (S.16-18) beleuchtet ausführlich die Situation in der Schweiz.

Bildung Schweiz 1/2021

Faktenblatt Synthetische Cannabinoide

Auf dem Schwarzmarkt werden vermehrt Cannabisprodukte verkauft, die mit synthetischen Cannabinoiden behandelt wurden. Für die Konsumierenden sind damit grosse Risiken über Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit bis zum Tod verbunden. Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben ein Faktenblatt zum Thema produziert und warnen vor den Risiken.

Faktenblatt

«Gras im Kopf»

Die im Film porträtierten Jugendlichen geben individuell und differenziert Auskunft zu ihren positiven wie negativen Erfahrungen mit Kiffen, wann sie zum ersten Mal konsumierten, ob sie es in der Gruppe oder alleine tun, wie sie das «High-Sein» erleben
Der Film eignet sich für den Einsatz in der Schule (9. Schuljahr) und die Jugendarbeit. Er will Jugendliche dazu anregen, das eigene Konsumverhalten oder jenes ihrer Freunde kritisch-konstruktiv zu reflektieren.

Information

Bestellung Box «Gras im Kopf» bei Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern (Preis Fr. 38.-)

Früherkennung und Frühintervention – Arbeitshilfen von ZEPRA

STEP by STEP - ein bewährtes Früherkennungsprogramm - beschreibt, wie eine Schule mit Krisen und schwierigen Situationen umgehen kann. Das Programm vermittelt Schulleitungen und Lehrpersonen Orientierung im Umgang mit Krisen, mit schwierigen Situationen, mit Verhaltensauffälligkeiten und Problemverhalten. Wenn nämlich vordefiniert ist, wie im Falle von Suchtmittelkonsum vorgegangen wird, wer in Krisensituationen wofür zuständig ist, ist es möglich, die nötige Ruhe zu bewahren und gleichzeitig flexibel zu reagieren und gezielt Hilfe und Unterstützung zu leisten.

STEP by  STEP Handbuch

STEP by  STEP Leitfaden

STEP by STEP Rechtliche Aspekte

Freelance – wirksames Suchtpräventionsprogramm!

Freelance ist ein Suchtpräventionsprogramm für die Oberstufe mit flexibel einsetzbaren Unterrichtseinheiten zu den Themen Tabak, Alkohol, Cannabis und Digitale Medien . Sämtliche Unterrichtsmodule basieren auf aktuellen pädagogisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen und sind kompetenzorientiert aufgebaut, was den Einsatz gemäss dem Lehrplan Volksschule begünstigt. Die Unterrichtseinheiten lassen sich fächerübergreifend umsetzen und eignen sich auch für Projekttage oder Projektwochen.

Jugendstrafverfahren – kurz erklärt

Jugendliche werden im Alter von 10 Jahren strafmündig und sind bis zur Volljährigkeit dem Jugendstrafgesetz unterstellt. Das Jugendstrafgesetz sieht vor, dass Jugendliche, die strafbare Handlungen begangen haben, mit geeigneten Massnahmen gelenkt werden und den Lebensweg ohne Delinquenz finden. Dabei können Lehrpersonen oder andere Fachpersonen beratend mitwirken und zur Findung von geeigneten Massnahmen beitragen. Beratende Fachpersonen unterstehen einer Schweigepflicht. Bussen oder ein Freiheitsentzug sind bei schweren Straftaten möglich. Strafeinträge aus Jugendsünden im  Bereich von Übertretungen, werden mit Erreichen der Volljährigkeit unsichtbar gemacht und tauchen in keinem Leumundsbericht auf.

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Strafbare Handlungen, die Jugendliche begangen haben, werden meist durch die Polizei festgestellt oder dort angezeigt. Die Polizei nimmt erste Ermittlungen auf und spricht das weitere Vorgehen mit der Jugendanwaltschaft ab. Werden Jugendliche befragt, haben sie Recht auf eine Begleitung durch die Eltern oder Erziehungsberechtigten. Die Jugendanwaltschaft verfügt Zwangsmassnahmen wie Festnahme, Hausdurchsuchung oder Beschlagnahmung.

Jugendliche Opfer haben je nach der Schwere der Straftat, die gegen sie verübt wurde, Recht auf Opferhilfe und geeignete Begleitung. Dies können Eltern oder Fachpersonen sein.

Kreisschreiben zur Prävention in der Volksschule

Das Kreisschreiben «Prävention in der Volksschule» definiert Prävention als kollektiven Auftrag von Lehrpersonen, Schulhausteam und Schulleitung. Es stellt die Grundsätze für die Präventionsarbeit im Schulkontext als Querschnittsaufgabe vor, beschreibt Unterstützungsmöglichkeiten und enthält spezifische Informationen zu ausgewählten Präventionsthemen, so auch zu Suchtprävention.
Das Kreisschreiben  ist seit 1. März 2019 in Vollzug und ersetzt die bisherigen Kreisschreiben zu Suchtprävention in der Volksschule, zur Sexualpädagogik und zur Gewaltprävention.

Kreisschreiben «Prävention in der Volksschule»

Handlungsmöglichkeiten und Empfehlungen

Im Zusammenhang mit Suchtmittelkonsum und -handel in und im Umfeld der Schule sind Lehrpersonen und Schulleitung immer wieder unsicher. Dabei auftauchende Fragen werden hier aufgegriffen, Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt und Empfehlungen abgegeben.
«Handlungsmöglichkeiten»

(Sucht)-Präventionskonzept Best Practice Schulen

Schulen sind aufgefordert, ein Präventionskonzept als kollektiven Auftrag von Lehrpersonen, Schulhausteam und Schulleitung zu erstellen und umzusetzen. Die St.Galler Volksschulen setzen sie um und passen sie immer wieder den sich verändernden Gegebenheiten an. Die Oberstufe Sonnenhof, Wil, die Oberstufe Uznach und die Schule St.Margrethen stehen für Good Practice Schulen, die je ein an ihre Schulsituation angepasstes Konzept umsetzen.
«Good Practice Schulen»

Schulhausdealer – harte Strafandrohung

Cannabis Joint
Quelle: Kapo SG 2016

Das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) sieht in Art. 19 Strafen bis zu drei Jahren für jene vor, die Betäubungsmittel anbauen, herstellen, handeln, lagern, versenden, befördern oder für jemanden beschaffen. Wer in unmittelbarer Nähe von Ausbildungsstätten von Jugendlichen oder in ihrer nahen Umgebung gewerbsmässig handelt, wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft.

Betäubungsmittelgesetz (BetmG)

Drogen - Nein Danke!

Informationen über Risiken und rechtliche Grundlagen zu Alkohol und anderen Drogen für Eltern und Erziehungsberechtigte aus polizeilicher Sicht finden sich in der Broschüre «Drogen - Nein Danke!», die von der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) herausgegeben wird.

Bestelladresse SKP-Broschüre «Drogen nein Danke» für Erziehende. Es werden nur Lieferungen im Kanton St.Gallen ausgeführt: Kantonspolizei St. Gallen, Kapo Shop.