Kindesschutz und Schule

Kinder haben das Recht vor jeder Form von Gewalt geschützt zu werden. Die Schule übernimmt eine wichtige Rolle in Prävention und Früherkennung. Sinnvolles Handeln bedingt Sensibilität, eingespielte Abläufe und fachliche Unterstützung.

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Vorgehen in der Schule bei Kindeswohlgefährdungen

Sind Kinder von Gewalt betroffen, so nehmen dies Lehrpersonen, Schulleitungen oder Schulsozialarbeitende in der Schule oft wahr oder erhalten Hinweise darauf.

Doch wie soll ich darauf reagieren? Suche ich das Gespräch? Wen kann ich noch einbeziehen und wo endet meine Verantwortung? Die Darstellung zu den Handlungsschritten der Schule bei vermuteter Kindeswohlgefährdung kann Fachpersonen der Schule beim strukturierten Vorgehen unterstützen.

Ergänzend bietet das Amt für Soziales regelmässig Weiterbildungen zum kantonalen «Leitfaden für das Vorgehen bei Kindeswohlgefährdungen» an.

Brauchen Sie fachliche Beratung von aussen?

Machen Sie sich grosse Sorgen um ein Kind und wissen nicht, wie Sie die Gefährdung abwenden können? Ist Ihnen unklar, wie Sie eine Intervention aufgleisen oder welche nächsten Schritte Sie in die Wege leiten sollen? Holen Sie sich Unterstützung bei der Beratungsstelle In Via oder bei der interdisziplinären Fallberatung Kindesschutz.

Respekt ist Pflicht

Kinder und Jugendliche haben das Recht, respektvoll behandelt und vor Gewalt geschützt zu werden. Das heisst, sie dürfen und sollen Grenzen setzen und Nein sagen, wenn jemand diese nicht respektiert oder überschreitet.

Nachfolgende Tipps geben Jungen und Mädchen Unterstützung in kniffligen Situationen.
Respekt ist Pflicht

Diese Tipps für Jungen und Mädchen sind beim Kinderschutzzentrum St.Gallen in 15 verschiedenen Sprachen erhältlich.

 

Zusammenarbeit zwischen KESB und Schule

Beim Abwenden von Gefährdungen des Kindeswohls kann die Schule meist zuerst eigene Ressourcen wie z.B. die Schulsozialarbeit nutzen. Hat die Schule ihre internen Handlungsmöglichkeiten schliesslich ohne Erfolg ausgeschöpft, zieht sie eventuell das Mittel einer Gefährdungsmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) in Betracht. Zur Zusammenarbeit zwischen Schule und KESB gibt es formulierte Minimalstandards. Da werden die anonyme Ersteinschätzung, die Grenzen des Informationsaustauschs oder die Mitwirkungspflicht der Schule im Verfahren angesprochen.

Minimalstandards zur Zusammenarbeit zwischen KESB und Schule