Schule und Gewalt

«Schule und Gewalt» gibt einen Überblick über grundlegende Aspekte von Gewalt, beschreibt zehn Elemente einer Schulhauskultur, die der Gewalt vorbeugen, und stellt fünf Modelle zur Bewältigung von Aggression vor.

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Dimensionen der Gewaltprävention

Massnahmen der Gewaltprävention können früher oder später einsetzen. Je nach Ausprägung eines beobachteten Verhaltens oder je nach Bewertung der Situation kann unterschiedlich gehandelt werden. Massnahmen lassen sich auch in verhaltensorientierte und strukturelle Massnahmen unterteilen. Schliesslich ist bei der Planung und Umsetzung auch auf die Zielgruppen zu achten.

Interventionsleitfaden: früh erkennen und früh intervenieren

Wenn Schülerinnen oder Schüler schulische, persönliche oder soziale Schwierigkeiten haben, wirkt sich das in der Regel auf das Verhalten in der Schule aus. Dabei steht nicht das Strafen im Zentrum, sondern die Unterstützung, damit sie ihre Probleme gewältigen und die Krisensituation meistern können. Verhaltensauffälligkeiten sind als Symptome, als (nonverbale) Hilfeschreie zu verstehen. Ein Interventionsmodell, das die Schritte im Rahmen von Früherkennung und Frühintervention in der Schule beschreibt und festhält, unterstützt alle Beteiligten (Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulsozialarbeitende, Schulbehörden) dabei, zielgerichtet und konsequent die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und zu begleiten, damit sie ihre Schwierigkeiten bewältigen können. Dabei sind die Gegebenheit vor Ort zu berücksichtigen und das Interventionsmodell dahingehend anzupassen.

Kreisschreiben Gewaltprävention in der Volksschule

Gewaltprävention gehört zum Bildungsauftrag und ist Teil des täglichen Unterrichts. Wirksame Gewaltprävention baut darauf Beziehungen bewusst zu gestalten, prosoziales Verhalten zu trainieren, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten sowie bei auffälligem Verhalten professionell und frühzeitig zu intervenieren. Sie geschieht unter Berücksichtigung didaktischer Aspekte in diesen vier Handlungsfeldern.

Fort- und Weiterbildungen in Gewaltprävention

Verschiedene Fachstellen und Institutionen im Kanton St.Gallen bieten Fort- und Weiterbildungen an, die den verschiedenen Dimensionen der Gewaltprävention zugeordnet sind. Gesuche für eine finanzielle Beteiligung können bei der Weiterbildung Schule eingereicht werden

Literatur und Lehrmittel

Fachpersonen der Schule finden in der Literatur- und Lehrmittelliste fachliche Grundlagen und Anregungen für Aktivitäten im Bereich der Gewaltprävention in der Schule sowie Hinweise zu Materialien für den Unterricht. Diese sollen die Umsetzung des Gewaltpräventionsauftrags unterstützen und erleichtern. Das Verzeichnis ist nach einem allgemeinen Grundlagenteil auf die vier Handlungsfelder der Gewaltprävention abgestimmt.

  • Soziale Schulqualität / Beziehungsgestaltung
  • Prosoziales Verhalten / Selbstkompetenz
  • Konstruktive Konfliktlösung
  • Früherkennung / Frühintervention

Gewaltprävention in der Schule

 Gewaltprävention in der Schule in der Volksschule des Kantons St.Gallen verfolgt zwei Ziele. Kinder und Jugendliche sollen dank sorgfältiger Beziehungsgestaltung und dem Lernen von respektvollem Verhalten positive Bindungen an die Schule erfahren. Lehrpersonen und Schulleitungen sollen im Bereich Beziehungsgestaltung ihre Kompetenzen stärken.

Gewaltprävention findet weitgehend im Unterrichtsalltag statt. Die Broschüre «Gewaltprävention in der Schule» will allen Beteiligten einen fachlichen Hintergrund vermitteln, konstruktive Haltungen aufzeigen, Rollen und Aufgaben der Akteure aufzeigen und Anregungen für die Umsetzung vermitteln.